Gefahren

Gefahren im Haushalt

Asche

Ausgeräumte Asche kann bis zu 24 Stunden zündfähig sein und darf daher niemals in brennbaren Behältern (Pappkartons, Kunststoffeimern, Kunststoffmülltonnen) entsorgt werden. Asche darf nur in Metallmülltonnen entleert werden, die im Freien stehen.

Küchendunstabzüge

Die Filter von Küchendunstabzügen sind regelmäßig zu reinigen oder auszutauschen. Ausgewechselte Fillter sind leicht brennbare Abfälle!

Heißes Fett

Überhitztes Fett kann zur Selbstentzündung führen. Fettbrände sind die häufigste Ursache für Küchenbrände.

Brennendes Fett keinesfalls mit Wasser löschen, sondern immer abdecken (Geschirrdeckel oder Löschdecke)!

Auch kein tropfnasses Bratgut in heißes Fett einbringen, da durch das ausspritzende Öl Brandgefahr entsteht.

Bügeleisen

Bügeleisen dürfen nicht „vergessen“ werden. Bei Arbeitsunterbrechung oder zum Arbeitsende sind die Geräte stets abzuschalten, der Stecker ist abzuziehen.

Heizgeräte

Heizgeräte haben den Zweck, Wärme an die Umgebung abzugeben. Wird die Wärmeabgabe behindert, z.B. durch Textilien, die zum Trocknen aufgelegt werden, durch Abschirmung infolge vorgestapelter Gegenstände oder Behinderung der Luftzirkualtion bei Aufstellung in beengter Umgebung, kann es durch Wärmestau zum Brand und zur Zerstörung des Gerätes kommen.

Fernsehgeräte, Videorekorder

Eingeschaltete Fernsehgeräte und Videorekorder geben Wärme ab, die abgeführt werden muss. Werden solche Geräte in einen Schrank oder Wandverbau eingebaut, muss für ausreichende Belüftung gesorgt werden. Zwischen den Wänden und dem Gerät muss seitlich und nach oben mindestens 10 cm Abstand sein.

Spraydosen

Die Treibgase in Spraydosen sind durchwegs brennbar. Daher nicht in der Nähe offener Flammen, eingeschalteter Wärmegeräte (Heizlüfter, Fön) oder bei brennender Zigarette verwenden. Beim Erhitzen über die erträgliche Handwärme können Spraydosen explodieren und dürfen deshalb nicht in der Nähe von Wärmegeräten aufbewahrt werden.

Weihnachtsbaum

Christbaumbrände treten häufig auf, sind eine erhebliche Brandgefahr, können aber unter Berücksichtigung der einfachsten Sicherheitsregeln leicht vermieden werden:

  • Christbäume nie in der Nähe von Vorhängen aufstellen
  • Kerzen am Christbaum so anbringen, dass Äste und Schmuck von den Kerzenflammen nicht entzündet werden können
  • Zuerst die oberen und dann die unteren Kerzen anzünden
  • Papier und Schmuck nicht mit den Lampen von elektrischen Christbaumkerzen in Berührung bringen.
  • Kerzen, vor allem Wunderkerzen (Sternspritzer) nicht mehr entzünden, wenn der Christbaum bereits trocken (dürr) geworden ist.
  • Vor dem Entzünden der Christbaumkerzen Löschgeräte bereitstellen (z.B. Nasslöscher oder Sodawasserflasche)

Christbäume bleiben länger frisch und damit weniger brandgefährlich, wenn sie vor dem Fest in kühlen Räumen gelagert und in einen Kübel mit Wasser gestellt werden. Auch mit Wasser befüllbare Christbaumständer verhindern das rasche Austrocknen des Baumes und erhöhen dadurch die Brandsicherheit.

Gefahren in der Landwirtschaft

Abstellen von Kraftfahrzeugen

Kraftfahrzeuge (Motorräder, Autos, Traktoren, aber auch andere motorbetriebene Geräte) dürfen in der Scheune nicht abgestellt werden. Funkenflug, ein heißer Auspuff, aber auch ein Kurzschluss in der elektrischen Anlage führen rasch und unerwartet zur Zündung der eingelagerten, leicht brennbaren Güter.

Glühlampen

Die Oberflächentemperatur von Glühlampen ist so hoch, dass abgelagerter Staub gezündet werden kann. Es sind daher nur Beleuchtungsgeräte mit Schutzgläsern über der Glühlampe zu verwenden.

Heustockbrand

Feucht eingebrachtes Heu neigt zur Selbstentzündung. Der Selbstentzündung geht eine Erwärmung voraus, die unter Umständen durch seltsamen Geruch, Schwitzwasserbildung oder auch Einbuchtungen in der Heustockmitte zu erkennen ist. In den ersten sechs Wochen nach der Einlagerung sollte daher die Temperatur im Heustock regelmäßig mit einer Heusonde gemessen werden. Wird im Heustock eine Temperatur von 70 °C oder darüber gemessen, besteht bereits hohe Selbstentzündungsgefahr! In diesem Fall ist sofort die Feuerwehr zur Abwehr eines bereits drohenden Brandschadens zu verständigen.

Elektrische Wärmegeräte im Stall

Nur Geräte mit niedriger Oberflächentemperatur verwenden. Werden bei der Aufzucht zur Warmhaltung einfache „Heizlampen“ oder „Heizstrahler“ eingesetzt, gefährden diese nicht nur die Jungtiere, sie sind auch eine enorme Brandgefahr.

Rauchen

Unachtsamkeit beim Rauchen, besonders das Wegwerfen von brennenden Streichhölzern oder glimmenden Zigarettenresten, ist eine häufige Brandursache.

Feuer und Verbrennen im Freien

Feuer im Freien gefährdet die Umgebung durch Bodenbrand und Funkenflug! Es muss daher von brennbaren Bauten mindestens 10 m, von Wald und Erntegutanlagen mindestens 100 m Abstand eingehalten werden. Dabei sind auch die generellen Umweltschutzanforderungen (kein Verbrennen von Müll, Mineralölprodukten, Gummi u.ä.) und die Sicherheitsabstände zur Verhinderung der Brandausbreitung einzuhalten.

Vor dem Verlassen der Feuerstelle sind alle Glutreste nachhaltig mit Wasser zu löschen. Bei starkem Wind ist im Freien jedes Verbrennen und jedes Anheizen eines Feuers unbedingt zu unterlassen.

Sicheres Grillen Damit beim sommerlichen Grillvergnügen nichts anbrennt, beachten Sie bitte unsere Verhaltensregeln:

  • Stellen Sie den Griller auf einer ebenen Fläche auf, sodass er nicht umkippen kann.
  • Halten Sie genügend Abstand zu brennbaren Gegenständen ein.
  • Nur Holzkohle mit einer weißen Ascheschicht hat die richtige Temperatur für gleichmäßiges Grillen. Wenn es qualmt, ist die Glut noch zu heiß und Fett kann sich entzünden.
  • Das Anzünden der Holzkohle erfordert Zeit und Geduld. Verwenden Sie nur handelsübliche Grillkohle und Grillanzünder, niemals Brennspiritus oder Benzin (Lebensgefahr!).
  • Lassen Sie den Grill nie unbeaufsichtigt und achten Sie besonders darauf, dass keine Kinder im Grillbereich spielen.
  • Abtropfendes Fett kann sich entzünden, deshalb empfehlen wir, Alu-Grilltassen zu benutzen. Auch die Verwendung von Grillhandschuh und Grillzange ist ratsam.
  • Vergessen Sie nicht, das Feuer nach dem Grillen abzulöschen. Entsorgen Sie Grillkohle und Asche erst, wenn diese völlig erkaltet ist. Füllen Sie diese nie in Kartons oder andere brennbare Behälter.
  • Halten Sie geeignete Löschmittel bereit.
    ACHTUNG: Fettbrände nie mit Wasser bekämpfen, sondern mit einer Löschdecke ersticken oder mit einem Pulverfeuerlöscher bekämpfen.

Advent, Advent, der Christbaum brennt!

Die Weihnachtszeit ist die Zeit der gemütlichen Kerzenstimmung, viele Familien legen besonderen Wert auf einen Adventkranz und Kerzen am Christbaum. Damit Sie während der Feiertage zu Hause kein böses Weihnachtswunder erleben, haben wir für Sie einige Sicherheitstipps zusammengestellt:

  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt, schon gar nicht mit Kindern, und denken Sie daran, abgebrannte Kerzen rechtzeitig zu ersetzen.

  • Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Brandgefahr. Lassen Sie keine Streichhölzer oder Feuerzeuge herumliegen.

  • Verwenden Sie im Sinne der Sicherheit anstatt von Kerzen lieber eine elektrische Christbaumbeleuchtung.

  • Bewahren Sie den Christbaum bis zum Fest wenn möglich im Freien auf, am besten mit dem Schnittende in Wasser – so bleibt er länger frisch.

  • Achten Sie darauf, dass Kerzen und Christbaum standsicher auf nicht brennbaren Unterlagen aufgestellt sind.

  • Zünden Sie Kerzen immer von oben nach unten an, achten Sie dabei auf ausreichenden Abstand zu Möbeln, Vorhängen und den nächsten Zweigen.

  • Durch die Heizungsluft trocknen Reisigzweige und Tannennadeln schnell aus – die Entflammbarkeit ist dann extrem hoch! Halten Sie immer geeignete Löschmittel (z.B. Wasserkübel, Löschdecke, Feuerlöscher) bereit.

… und falls doch was anbrennt, sind wir auch zur Weihnachtszeit für Sie unter der Notrufnummer 122 erreichbar!