Ortschaften

Straßhof

Die älteste urkundliche Erwähnung war 1150: de Strazhouen. Der Name kommt vom „Hof an der Straße“. Die Burg Straßhof lag westlich der Kapelle, im 2. Viertel des 12. Jahrhunderts wurde die frühere Holzburg in eine Steinburg umgebaut. Um 1210 verliert sich die Spur „derer von Straßhof“, wahrscheinlich wurde die Burg zerstört. Aus den Steinen der Burg wurde die Kapelle erbaut, die dem hl. Bartholomäus geweiht ist und heute mit Sicherheit das älteste Bauwerk der Gemeinde ist. Die Kapelle wurde 1992 liebevoll renoviert.

Die Kapelle von Straßhof

Ein Rechtsdenkmal stellt die Schranne von Straßhof dar, die vor der Kapelle noch zu sehen ist. Schranne = Gerichtsplatz für eine öffentliche Verhandlung. Zwischen Straßhof und Gramatl findet man an der Straße das Weberkreuz. Dieses ist das älteste Rechtssymbol der Gemeinde, es bestand schon 1499 und dürfte ein Sühnekreuz sein. Zur Ortschaft Straßhof gehört auch die Rotte Ziegelofen. Straßhof hat derzeit ca. 50 Häuser und 120 Einwohner.

Gramatl

„Gramatel“ wurde erstmals 1365 genannt. Das mundartliche „gruamatl“ bedeutet „die zweite Heumahd“. Gramatl gehört zur Katastralgemeinde Straßhof, hat derzeit ca. 30 Häuser, 114 Einwohner (Volkszählung 2001) und seit 1971 eine neue Kapelle, die zum 35-jährigen Jubiläum im Jahr 2006 renoviert wurde. Am Waldrand oberhalb des Dorfes wurde ein kleiner Spiel- und Sportplatz neu errichtet.

Die Kapelle von Gramatl

Bei der Grenzberichtigung mit der Gemeinde Warth im Jahre 1972 wurden 9 Häuser von Gramatl abgetreten. Zu Gramatl gehört auch der Margaretenhof am Fuße des Kulmbergs, der die Hausnummer Gramatl 1 trägt. Er wurde 1499 erstmals erwähnt und hieß damals Wechselhof.

Gramatl von oben

Westlich von Gramatl, im Quellgebiet des Raunisbaches, lag die Burg Grabensee, die 1387 erstmals erwähnt wurde. Heute findet man nur mehr Erdwälle mit Mauerresten.

Weibnitz

Erste urkundliche Schreibweise: Weigmans (1420), Weibnitz gehört zur Katastralgemeinde Straßhof und hat heute 10 Häuser und 29 Einwohner. Die Kapelle wurde 1902 eingeweiht und zum 100-jährigen Bestandsjubiläum generalsaniert.

Die Kapelle von Weibnitz

Hinter Weibnitz erhebt sich der Kulmberg. Dieser ist mit 684 m die höchste Erhebung unserer Gemeinde und seine Quellen liefern den Großteil unseres Trinkwassers.